,Passau – „Hallo Nachbar“

 vom gemeinnützigen Verein  „Gemeinsam leben und lernen in Europa e. V.

 

 

1. Kurzbeschreibung der FA/FZ/KoBE

 „Im Ehrenamt gemeinsam mehr erreichen“ ist das Motto unseres Vereins „Gemeinsam leben und lernen in Europa“.

Unsere gemeinnützige Organisation wurde 2008 gegründet und hat heute einen großen Wirkungskreis. Wir motivieren und unterstützen Menschen, sich ehrenamtlich für unsere Gesellschaft zu engagieren.

Unser Ziel ist es, durch Integration und Inklusion jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wir entwickeln und setzen Projekte um, mit denen wir Toleranz, Vielfalt und Chancengleichheit fördern.

Wir arbeiten regional im ostbayerischen Raum und tauschen uns mit Partnern in ganz Deutschland und Europa aus, um von– und miteinander zu lernen.

 

2. Projektbeschreibung

2.1 Ziele

Unser Ziel ist, dass sich Passauer jedes Alters, sowohl Lokale als auch Zugereiste, Menschen mit oder ohne Behinderung, kennenlernen und so Passau gemeinsam neu entdecken und gestalten. Passauer Studenten, Geflüchtete / Migranten und Alteingesessene, vor alle ältere Menschen leben zunehmend abgeschottet voneinander, obwohl der gemeinsame Austausch Vorteile für alle hätte. Wir wollen mit „Hallo Nachbar“ das Gemeinschaftsgefühl der Menschen, die in Passau leben, stärken und einen physischen Ort schaffen, in dem sich alle austauschen und begegnen können.

 

Das Projekt ist in seiner Umsetzung sehr offen für die Ideen der Teilnehmer, damit alle Beteiligten ihre Vorstellungen verwirklichen und sich selbst einbringen können.

 

Darüber hinaus sollen die gemeinsamen Projekte und Aktionen der Teilnehmer*innen positiv zum Gemeinschafts- und Lebensgefühl der Stadt beitragen.

 

2.2 Zielgruppen

Grundsätzlich sind alle Menschen, die in Passau leben, in unserem Projekt willkommen. Mit unserem generationenübergreifenden Projekt schaffen wir nicht nur einen Raum für Jung und Alt, sondern wirklich für alle Generationen.

 

2.3 Vorgehensweisen

Regelmäßig sollte immer an einem Sonntag ein Sonntagsbrunch oder Kaffeetrinken stattfinden, wo sich alle Generationen erst einmal unkompliziert kennenlernen konnten. Gemeinsam konnten dann die Teilnehmer*innen planen, was sie dieses oder nächstes Mal gemeinsam unternehmen können.

Beworben wurde die Veranstaltung zu Beginn von „Hallo Nachbar“ über Post und die regionalen Medien, um vor allem alte Menschen direkt anzusprechen. Vor jedem Treffen wird eine Pressemitteilung erstellt, die allen lokalen Zeitungen zugeschickt wird. Darüber hinaus erreicht der Verein vor allem junge Teilnehmer über sein breites soziales Netzwerk über soziale Medien sowie die direkte Ansprache der Interessenten. Des Weiteren wurde bei einem Treffen das lokale Fernsehen eingeladen. Außerdem wurde ein Flyer erstellt, um unser Konzept auch visualisieren zu können. Insgesamt läuft aber viel Werbung über Mund-zu-Mund-Propaganda.

Das erste Treffen fand am 25.05.2018 statt. Seit Juni findet das Projekt zweimal im Monat am 1. Und 3. Sonntag im Monat von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Wichtig war dabei, dass der gegebene Rahmen konstant ist, also dass es eben jeden Monat einen festen Termin gibt und der Zeitraum und Ort der Veranstaltung immer gleich sind, damit sich „Hallo Nachbar“ besser etablieren kann.

 

2.4 Umsetzung – Projektverlauf, Highlights auch schöne Geschichten

„Hallo Nachbar“ findet in dem sogenannten „Gemeinschaftsraum“ des Vereins statt. Dieser Raum wurde von Gemeinsam leben und lernen in Europa angemietet, um einen Ort der Begegnung zu schaffen. So sollen verschiedenste Menschen, die vorher keine Möglichkeit hatten, in Kontakt zu treten, die Möglichkeit erhalten einander kennenzulernen.

 

Vergangene Veranstaltungen im Rahmen von „Hallo Nachbar“ waren oft sehr kostspielig und mit aufwendiger Organisation verbunden. So wurde z.B. ein Lithographieworkshop angeboten, ein Batiknachmittag und eine Up-Cycling-Aktion organisiert. Bei jedem Treffen brachten die Teilnehmer*innen ihre Ideen an einer Ideentafel ein und es wurde dann gemeinsam abgestimmt, welche Veranstaltung/Aktion dann beim nächsten Mal stattfinden sollte. Mit der Zeit stellten wir fest, dass diese wechselnden Aktivitäten jedoch fast nur junge Menschen ansprechen, weil ältere Menschen oft nicht so flexibel sind und sich eigentlich mehr Konstanz und Stabilität wünschen. Deswegen findet mittlerweile bei jedem Treffen zunächst ein gemütliches Zusammensein mit Hintergrundmusik, Tee und Kaffee statt. Kuchen oder andere kleinere Leckereien werden von den Teilnehmern selbst mitgebracht. Im Anschluss entscheiden die Beteiligten, ob sie etwas machen wollen und wenn ja, was. Grundsätzlich haben die Koordinatoren von „Hallo Nachbar“ immer einige Aktionen zur Auswahl vorbereitet. In vergangenen Monaten gab es unter anderem einen Fotospaziergang durch die Passauer Altstadt, eine kleine Schnitzeljagd, gemeinsames Boule-Spielen oder einen Spielenachmittag. Im November wird für die kalten Herbsttage gemeinsam ein alkoholfreier Punsch gemacht, spazieren gegangen oder vegan gekocht werden. Für Dezember ist zum Abschluss auch eine gemeinsame weihnachtliche Feier geplant.

 

2.5 Resümee / Ausblick

Auffallend ist, dass es sehr schwierig ist, ältere Menschen für „Hallo Nachbar“ zu gewinnen. Der Verein will die Veranstaltung deshalb durch Besuche beim katholischen Frauenbund, Altentreffs und bei der mobilen Pflege bewerben. Langfristiges Ziel ist, dass sich die Teilnehmer mit der Zeit selbst organisieren. Die Teilnehmer sollen aktiv eingebunden werden. Im Idealfall findet sich eine kleine Gruppe aus verschiedenen Altersgruppen, die die Verantwortung für dieses Projekt übernehmen. Der Nachbarschaftstreff „Hallo Nachbar“ soll sich also im alltäglichen Leben der Einwohner Passaus etablieren.

Koordiniert durch:

Kontakt:

lagfa bayern e.V.
Konrad-Adenauer-Allee 43
86150 Augsburg

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 9-13 Uhr

Tel.: 0821 207148-0

info@lagfa-bayern.de

 

Gefördert durch: