Passau –Koch mit mir PASSAU – Gemeinsam leben und Lernen e. V

1. Kurzbeschreibung der FA/FZ/KoBE

„Koch mit mir“ richtet sich an ein interkulturelles Publikum bis 25 und ab 60. Das Ziel des Projektes ist Kommunikation zwischen Jung und Alt zu schaffen.

 

Es besteht aus drei verschiedenen Teilkonzepten:

A. Die Senioren gehen an eine Schule und kochen mit den Schülern

B. Die Jugendlichen gehen in ein Alters-/Pflegeheim

C. Ein freie Gruppe, die thematische Kochabende veranstaltet

 

Je nach Alter kann man sich dann einer Gruppe zuordnen lassen und zum nächsten Termin erscheinen. Kosten entstehen für die Teilnehmer höchstens bei der Anreise, alles weitere (Geräte, Lebensmittel etc.) wird übernommen.

 

2. Projektbeschreibung

 

a. Ziel

Mit dem Projekt "Koch mit mir" wollen wir Jung und Alt unkompliziert miteinander in Kontakt bringen. Unser Ziel ist es, dass beide Generationen beide voneinander lernen, aber auch einfach in Kontakt kommen und bleiben. Und vor allem wollen wir ermöglichen, dass „die Jugend“ und „die Welt“ zu Senioren, die immobil sind und im Altenheim wohnen, kommt und diese wieder Kontakt zu Jüngeren, aber auch zu jungen Menschen anderer Kulturen haben. Im Idealfall werden Kontakte entstehen, damit z.B. ausländische Studenten ihre Deutschkenntnisse verbessern, den Älteren aber Wissen über ihr Land und ihre Kultur vermitteln.

 

b. Zielgruppen

Junge Menschen bis max. 25, Senioren ab 60 Jahren

 

c. Vorgehensweise (z.B. wie entstand die Projektidee, welche Kooperationspartner gibt es, wie wurden Projektteilnehmern gefunden, welche Schwierigkeiten gab es, etc.)

Jüngere Menschen und Senioren – gerne auch aus anderen Ländern - kochen miteinander. Jeder bringt dem anderen was bei, man lernt sich kennen, redet miteinander und hat gemeinsam Spaß. Es gibt 3 Varianten im Projekt: a) Senioren besuchen die Mittelschule St. Nikola in Passau und kochen jeden Montag mit Schülern. b) Dann besuchen junge Freiwillige in Kleingruppen das Altersheim Malteserstift und kochen dort gemeinsam freitags nachmittags. c) Dann ist eine freie Gruppe von Jung und Alt in Planung, die thematische Kochabende wie z.B. „Kochen und „Backen wie früher“, „Mal was Neues lernen – Vegan kochen und backen“, „Syrische Küche“, „Fasching“ … (etc.: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Ideen kommen von den Teilnehmern) veranstaltet.

Vor allem als Anerkennung für die Teilnehmer*innen haben wir alle Rezepte gesammelt und ein gemeinsames Kochbuch produziert, das am Schluss alle Beteiligten als Geschenk erhalten.

 

d. Umsetzung – Projektverlauf, Highlights auch schöne Geschichten

Zu Gruppe A: Als erstes haben wir einen Termin mit einer Schule vereinbart, mit der wir schon vorher gemeinsam Projekte durchgeführt hatten. Die Schule war gleich begeistert und stellte uns das Schülercafé mit Kochgelegenheit zur Verfügung. Es fanden 7 Treffen montags von 14:15 – 15:45 mit interessierten Schülern einer 9. Klasse statt. Weil das Interesse so groß war, wurden insgesamt 2 Kleingruppen gebildet, jede Gruppe durfte 3-4 Mal kommen. Die Schule plant nun, zukünftig eine eigene generationsübergreifende Koch-AG in Kooperation mit uns ins Leben zu rufen. Die älteren Teilnehmer gewannen wir über die lokale Presse, über bestehende Ehrenämter bei uns bzw. über Kontakte mit Altenheime.

 

Zur Gruppe B:

Wir hatten schon mal eine Kooperation mit den Maltesern im Rahmen eines anderen Projektes. Die Verantwortliche für das Tagesprogramm der Altenheim-Bewohner war gleich begeistert, gemeinsam ein Kochprojekt durchzuführen. Unserer Bundesfreiwilligendienstler suchte engagierte Jugendliche, Studenten und junge Erwachsene und Flüchtlinge. Dann wurden Termine vereinbart und eine kleine Küche bei den Maltesern zur Verfügung gestellt. Die Jüngeren wurden über die Termine informiert und so kochte man gemeinsam. Beim ersten Mal wurde z.B. eine Kartoffelsuppe gekocht und Brot gebacken.

 

Gesamt:

Teilnehmer gesamt Anzahl/Durchschnittsalter: 43 / 34,6 Jahre

Davon Senioren/Durchschnittsalter: 16/71,5 Jahre

Davon Junioren/Durchschnittsalter: 27/17,2 Jahre

 

e. Resümee / Wie geht es weiter?

Als Ergebnis der 10 bisherigen Termine können wir festhalten, dass gemeinsames Kochen wunderbar dazu geeignet ist, Brücken zwischen allen Altersklassen und Kulturen zu bauen. Vom ersten Treffen an herrschte eine angenehme und offene Stimmung, sodass sich die Kommunikation meist von selbst ergab. Dies hat wunderbar funktioniert, obwohl - oder gerade weil - die Altersspanne über 70 Jahre beträgt. Die älteste Teilnehmerin ist 87 Jahre alt, der jüngste erst 14.

Highlight ist eigentlich immer die Stimmung aller Beteiligten: die Atmosphäre ist herzlich, es gibt keine Berührungsängste, man kommt locker ins Gespräch. Die Leute aus demAltenheim waren glücklich, dass junge Leute ins Altenheim kamen. Eine der Bewohnerin, die stark behindert ist, wurde immer im Rollstuhl von unserem Bufdi in die Schule mitgenommen und war richtig glücklich inmitten der Schüler und diese gingen immer sehr rücksichtsvoll und nett mit ihr um.

Auch beim letzten Kochtreffen im Altenheim kam es zu wunderbaren und lustigen Begegnungen , obwohl ein großer Teil der Senioren schon dement war: die Schokolade für die Muffins wurden meist gegessen, Butter angeknabbert, Geschichten öfter wiederholt, Geschirr öfter abgewaschen, aber es wurde viel gelacht, gesungen und leckere Muffins gebacken, die dann für einen guten Zweck verkauft wurden.

Unser regionaler Fernsehsender hat über unser Projekt einen sehr positiven Beitrag gedreht, in dem sich die schöne Atmosphäre erahnen lässt. (http://www.trp1.de/kochen-verbindet/)

 

Ausblick:

Die Kooperation mit der Schule und dem Malteserstift bleiben bestehen. In Zukunft werden wir das Projekt auch mit einer freien Gruppe (Konzept C) in unserem künftigen Gemeinschaftsraum weiter führen, sobald dieser vorhanden ist.

 

Koordiniert durch:

Kontakt:

lagfa bayern e.V.
Konrad-Adenauer-Allee 43
86150 Augsburg

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 9-13 Uhr

Tel.: 0821 207148-0

info@lagfa-bayern.de

 

Gefördert durch: