Warum sind generationenübergreifende Projekte überhaupt notwendig?

 

 

Das Miteinander der Generationen ist nicht mehr selbstverständlich – man lebt häufig nicht mehr im selben Haus oder Ort, oft sogar physisch weit auseinander. Die Arbeitswelt verlangt vor allem von der jungen Generation Mobilität und Flexibilität.

 

Und Deutschland ist eine individualistische Gesellschaft. Das „Ich“ und die eigene persönliche Entwicklung, Unabhängigkeit, Autonomie, Privatsphäre und Freiheit stehen im Vordergrund. Familie begrenzt sich oft im Erleben nur noch auf den eigenen Partner und die Kinder bis sie mit 18 und wenig älter das Haus verlassen. Damit sind die Generationen heute autonomer und weniger voneinander abhängig. Doch mit der Autonomie und der Freiheit schwindet auch das Gefühl, der Vorgängergeneration verpflichtet zu sein, desto weniger kümmert man sich um das Schicksal der kommenden Generation. Kinder und Jugendliche haben immer weniger die Möglichkeit von Älteren zu lernen, wie auch die Älteren immer weniger Gelegenheit haben, Jüngeren bei ihrem Aufwachsen etwas beizubringen.

 

 

Nach dem Generationenbarometer (2009) haben nur 10% der 21- bis 23-jährigen intensiven Kontakt zu Älteren über 60, bei den 15- bis 17-jährigen sind es sogar nur 4% (Generationenbarometer 2009). Damit wird klar, dass der Zusammenhalt der Generationen lockerer und ein Nebeneinander der Generationen Alltag ist.

 

 

Weil generationenübergreifende Kontakte außerhalb, oft auch innerhalb der Familie nicht mehr selbstverständlich sind, ist es daher notwendig, Gelegenheiten zu organisieren, die das Miteinander der Generationen ermöglichen. Und hier spielt das bürgerschaftliche Engagement eine große Rolle, da Freiwilligenorganisationen und -agenturen, Vereine und gemeinnützige Organisationen diese generationenübergreifenden Kontakte und Begegnungsräume organisieren können und somit Voraussetzungen für ein Miteinander und Austausch der Generationen ermöglichen.  

 

 

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